Über Asp

Asp, den niemand auf der Welt mehr bei seinem bürgerlichen Namen Alexander Frank Spreng ruft, hat schon lange, bevor er mit der nach ihm benannten Rockband Erfolge feierte, als Szenarist Comicstorys geschrieben und sich unermüdlich der Frage gestellt, ob ein Comictexter der Mann sei, der die Worte in die Sprechblasen schreibe.
Er veröffentlichte bei renommierten Verlagen wie Carlsen und Comicplus+ zusammen mit Jugendfreund T. Würz einige Alben, schnupperte schon früh die Atmosphäre von Comic-Salons und Messen und verlor unbegreiflicherweise trotzdem nicht die Lust am Lesen und Schreiben von Comics.
Seine großen Vorbilder sind eindeutig im Bereich der Klassiker zu finden, allen voran René Goscinny und dessen unsterblicher Wortwitz.
Er nennt aber auch so unterschiedliche Einflüsse wie Neil Gaiman, Romano Scarpa und Bill Watterson als maßgeblich für seine eigene Ausdrucksweise im Bereich der so genannten 9. Kunst.
Ob in seiner Musik, die gerade auch wegen der ungewöhnlichen Verbindung von spannender Lyrik und unsperriger Melodik so populär ist, in seinen kolumnenartigen Journalbeiträgen oder in seinen Comic-„Drehbüchern“, Asp sieht sich als Geschichtenerzähler.
Trotz seiner Hauptberufung als Songschreiber und Musiker hat er in den vergangenen Jahren nie aufgehört, Szenarien zu schreiben, zum Beispiel für den nie verwirklichten romantischen Vampir-Thriller Die Schattenbraut. Außerdem schrieb er eine große Anzahl von Strips und Kurzgeschichten, teilweise in höchst vergnüglichen Reimen, für die klassische Funny-Serie Sieben Jahre mit Garg (beide waren ebenfalls mit Ingo Römling geplant).
Mit Pit Hammann zusammen realisierte er neben 1.000en sendereifen Dialogen und einer dicken Freundschaft das Bilderbuch für Erwachsene Die kleine Ballade vom Schwarzen Schmetterling.
Die Geschichten um die phantastischen Fälle des Detektivs Johann Salamander waren schon lange als eigene Comic-Reihe geplant, doch wie das Leben so spielt, musste das Projekt aufgrund von Zeitmangel immer wieder verschoben werden. Umso schöner, dass es die Musik war, die den ersten Band Johann Salamander und der Fall „Alice?“ ermöglichte. Die limitierte Ausgabe der ASP-Doppelsingle Wer sonst?/Im Märchenland enthält diesen Appetithappen als exklusiven Vor-Abdruck.